MBA-Studenten diskutieren mit Prof. Dr. Arthur Wollert
Zum Kamingespräch im Rahmen des MBA-Studiengangs der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt am 28. März 2009 war der ehemalige Hertie-Personalvorstand Prof. Dr. Arthur Wollert zu Gast.
Im Rahmen von Kamingesprächen laden die Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und der Alumni-Verein der MBA-Studenten gemeinsam regelmäßig renommierte Vertreter aus der Unternehmenspraxis ein. In ungezwungener Gesprächsatmosphäre besteht dabei für aktuelle und ehemalige Studierende des MBA-Studiengangs die Möglichkeit, mit erfahrenen Unternehmerpersönlichkeiten ins Gespräch zu kommen. Am 28. März war in diesem Rahmen Prof. Dr. Arthur Wollert – ehemaliger Personalvorstand der Hertie Waren- und Kaufhaus GmbH – in den Räumlichkeiten des Wittelsbacher Golfclubs zu Gast.
Das Thema der Gesprächsrunde „Management und Führungsphilosophie“ nutzte Professor Wollert als Aufhänger für die Frage, welche Management- und Führungsphilosophie ein deutscher Manager haben sollte. Neben seinem persönlichen Interesse an der Thematik hatte sich Professor Wollert auch im Rahmen seiner Aktivitäten bei den „Baden Badener Unternehmergesprächen“ mit der Frage nach Führungskompetenzen auseinandergesetzt. In Anlehnung an Professor Malik (Univ. St. Gallen) ging er von 5 Aufgaben der Führung aus: Ziele setzen, Organisieren, Entscheiden, Kontrollieren, Entwickeln und Fördern von Mitarbeitern, wobei er die größten Schwierigkeiten in den Bereichen Entscheiden und Fördern verortete. Eine Führungskraft müsse nicht nur Managementkenntnisse haben, sondern zeichne sich insbesondere durch weitere Kompetenzen und Vertrauen in den Mitarbeiter und dessen Potentiale aus.
Aus dem aktuellen Anlass der Finanzkrise wurden auch die Frage nach der primären Zielsetzung und insbesondere der Aspekt der Diametralität von langfristigem Überlebens und kurzfristiger Steigerung von Unternehmenskennzahlen kontrovers diskutiert. Insbesondere wurde die Frage nach den Unterschieden zwischen Managern und Eigentümern im Rahmen von Führungsverantwortung aufgeworfen. Als Fazit der Diskussion wurde durch Rekapitulation der Anfangsthesen der Kreis wieder geschlossen: Führung respektive Management setzt – so Herr Prof. Wollert – neben der Kenntnis verschiedener Methoden und Tools eine starke Persönlichkeit voraus, die den Mut hat, Entscheidungen zu treffen und gleichzeitig Verantwortung für sich und die Ergebnisse zu übernehmen.

